Wharariki Beach in Südinsel Neuseeland
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Neuseelands Südinsel – Von Christchurch bis zur Golden Bay

Anders als die meisten Neuseeland-Besucher haben wir unsere Reise in Christchurch begonnen, nicht in Auckland. Zwei wunderbare Monate lang sind wir einmal rund um die Südinsel gefahren und haben unheimlich viel erlebt und gesehen. Wichtige Erkenntnis: Reisen, regelmäßig arbeiten und bloggen ist parallel gar nicht mal so einfach, wenn man keinen Strom im Camper hat. Deshalb gibt’s hier etwas verspätet unsere Highlights auf dem ersten Abschnitt unserer Route auf Neuseelands Südinsel.

Roadtrip durch Neuseelands Südinsel – Kleine Stopps zwischen Kaikoura und Picton

Wenn man selbst mit dem Auto oder Van durch Neuseeland fährt, sollte man sich unbedingt mehr Zeit einplanen als das Navi kalkuliert. Es gibt nämlich an jeder Ecke Lookouts, Strände und Gegenden, die mehr als sehenswert sind. Erster Halt: Ohau Point Look Out – super, um Robben zu beobachten. Die Haltebucht kann man übrigens gar nicht verfehlen, so viele Menschen dort für eine kurze Pause stehen. Auf dem Weg zur Fähre haben wir hier nochmal angehalten, und zusätzlich zu den großen Robben und auch noch viele, viele Babyrobben gesehen – Mitte Dezember ist dafür wohl die perfekte Zeit.

Von hier führt die Strecke auf dem State Highway 1 an einem fantastischen Strand entlang, der einen kurzen Besuch wert ist. Feiner Sand, Treibholz, Dünen und Meer – und zwar ganz für uns alleine. Zwischen Clarence und Ward, also rund eine halbe Stunde vom Ohau Point entfernt, gibt es einige Haltebuchten und damit den besten Zugang zum Strand. Die Bahngleise verlaufen hier rechts des Highways, sodass man über diese drüber muss – Züge würde man aber hunderte Meter weit sehen. Also einfach eine passende Haltebucht suchen, Schuhe ausziehen und ein bisschen die Seele baumeln lassen!

Strand hinter Ohau Lookout Point

Die Aussicht auf Picton und die Marlborough Sounds

Kurz hinter Picton beginnt eine der schönsten Straßen durch Neuseelands Südinsel. Diese führt entlang an den beeindruckenden Marlborough Sounds und bietet zum Glück immer mal wieder Haltebuchten, in denen man die Aussicht genießen kann. Zuerst auf jeden Fall kurz hinter Picton anhalten und den Blick auf die Fähre mitten im Sound auf sich wirken lassen, wenn sie gerade im Hafen steht. Wir waren erst gegen Abend dort, sodass wir neben der Landschaft auch noch einen unheimlich schönen Sonnenuntergang erleben durften. Kleiner Tipp: So schön die Strecke ist – wer in Christchurch startet, wird sich erstmal an die sehr schmalen Straßen und die vielen, engen Kurven dort gewöhnen müssen. Definitiv ein guter Vorgeschmack darauf, wie es auf vielen Straßen weitergeht, also genügend Zeit lassen und ganz gemütlich fahren.

Aussicht auf Fähre in Picton in Neuseeland

Wandern in Anakiwa

Mehr von der Gegend lässt sich sehr gut zu Fuß sehen, am besten auf den Tracks, die am Queen Charlotte Sound entlangführen. Wir sind in Anakiwa gestartet und in einer Halbtagestour mitten durch den Regenwald gewandert, immer mit Blick auf türkisblaues Wasser. Auf dem Parkplatz in Anakiwa gibt’s außerdem sechs Freedom Camping-Spots. Wer also früh dran ist, kann nach der Wanderung direkt hier übernachten. Man steht direkt am Meer, kann nachts bei klarem Himmel Sterne beobachten und morgens mit einer Runde Yoga auf dem Holzsteg in den Tag starten!

Aussicht auf Marlborough Sounds von Anakiwa-Wanderung
Blick auf Queen Charlotte Sound

Natur genießen auf dem Campground im W F Moss Scenic Reserve

Zugegeben, eigentlich gibt es hier nicht viel. Grüne Wiesen, ein Plumpsklo, einen kleinen Fluss und ganz viel Ruhe – genau das ist der Grund, warum wir hier vier Nächte verbracht haben. Abseits vom Trubel lässt es sich hier perfekt entspannen, außerdem ist man ganz in der Nähe von Kaiteriteri (Bilderbuchstrand) und den Wanderungen im Abel Tasman National Park (gehört einfach zum Besuch von Neuseelands Südinsel dazu). Wir hatten hier vier Tage lang strahlenden Sonnenschein, haben den Möbeln in Walter Smitty einen neuen Anstrich verpasst, sind zur Abkühlung in den Fluss gesprungen und haben es uns sonst einfach gut gehen lassen.

Wanderung Abel Tasman Nationalpark in Neuseelands Südinsel
Wandern im Abel Tasman National Park

Absolutes Highlight: Wharariki Beach und die Golden Bay

Auch wenn wir inzwischen schon so vieles von Neuseelands Südinsel und einen Teil des Nordens gesehen haben, gehört die Golden Bay nach wie vor zu meinen absoluten Lieblingsorten hier. Allein die Fahrt dorthin ist schon beeindruckend, aber die Golden Bay selbst lässt sich gar nicht so richtig beschreiben. Wir haben zuerst in Puponga geparkt, sind von dort zum Visitor Center gelaufen (man kann auch direkt dort anhalten) und sind dann querfeldein über grüne Felder zum View Point gewandert, von dem aus man einen fantastischen 360-Grad-Blick über Farewell Spit und Abel Tasman hat.

Von dort ging’s dann zum Wharariki Beach-Parkplatz, auf dem ein Pfauenpärchen rumspaziert ist und Besucher bespaßt hat. Ein etwa zwanzigminütiger Weg führt von hier aus direkt zum Strand, und einmal angekommen ist dann ist eigentlich nur noch Staunen angesagt. An dem Tag, den wir dort verbracht haben, war es ziemlich bewölkt und grau, das hat dem Ganzen aber keinerlei Abbruch getan. Weißer Sand, ausgespülte Felswände, Robben und unheimlich viel Weite. Anfang November waren wir dort auch fast allein und sind nicht einmal zehn anderen Menschen am Strand begegnet. Mehr als beeindruckend und kein Wunder, warum Wharariki Beach als einer der schönsten Strände der Welt gilt.

Elephant Rock an Wharariki Beach in Neuseeland

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